Das Klybeckareal –
Ein Areal mit grossem Potenzial für Basel

Auf dem bisher industriell genutzten Klybeck-Areal entsteht ein lebendiges, durchmischtes Stadtquartier. Swiss Life, Rhystadt und der Kanton Basel-Stadt entwickeln den neuen Stadtteil gemeinsam.

Das Klybeckareal –
Ein Areal mit grossem Potenzial für Basel

Auf dem bisher industriell genutzten Klybeck-Areal entsteht ein lebendiges, durchmischtes Stadtquartier. Swiss Life, Rhystadt und der Kanton Basel-Stadt entwickeln den neuen Stadtteil gemeinsam.

Ein Gewinn für Basel und seine Bevölkerung

Das Areal im Klybeckquartier, die Wiege der chemischen Industrie in Basel, soll zu neuem Leben erwachen: Auf einer Fläche von 300'000 m² entsteht ein neuer Stadtteil, der die Quartiere Klybeck, Kleinhüningen, Horburg und Matthäus verbindet und den Durchgang zwischen Rhein und Wiese ermöglicht.

Das heute weitgehend nicht öffentliche zugängliche Gebiet wird mit den umliegenden Quartieren zusammenwachsen und neue Verbindungen schaffen. Schritt für Schritt wird ein grüner, durchmischter und klimafreundlicher Stadtteil entstehen, der Lebens- und Arbeitsraum für bis zu 16’000 Menschen wird und gleichzeitig viel Raum für Freizeit bietet – mit öffentlichen Grün- und Freiräumen, Kultur- und Bildungseinrichtungen und mit den nötigen Verkehrsverbindungen sowie Angeboten des öffentlichen Nahverkehrs.

Von Beginn an ist die Öffentlichkeit in den Planungsprozess einbezogen. Mit einem Zeithorizont bis ca. 2050 wird das Projekt Basel und der Region bedeutende Entwicklungsimpulse geben. Die Planungspartner, der Kanton Basel-Stadt, Swiss Life und Rhystadt, nutzen diese einmalige Chance, ein städtebauliches Gesamtkonzept zu verwirklichen – auf Basis der bereits bestehenden Stadtstruktur und unter Wahrung der Identität des Ortes.

Das Klybeck-Areal vor 1929 mit Blick auf den Hafen und das Dreiländereck, an dem die Grenzen von Frankreich, Deutschland und der Schweiz zusammenlaufen.

Geschichte

Der Name Klybeck geht auf das Klybeckschloss zurück – ein mittelalterliches Weiherschloss, das im 18. Jahrhundert Amtssitz der Landvögte von Kleinhüningen war und Mitte des 20. Jahrhunderts abgerissen wurde.

Ab 1864 siedelte sich hier die chemische Industrie an: Der Schweizer Färberei- und Textilindustrielle Alexander Clavel verlegte die erste Fabrikationsstätte ins heutige Klybeck. Damals noch ausserhalb der Stadt, wurde das freie Feld nördlich der heutigen Dreirosenbrücke nach und nach überbaut und das Flusswasser für die industrielle Farbstoffproduktion genutzt. Mit dem Wachstum der chemischen Fabrik, die 1884 in Gesellschaft für Chemische Industrie in Basel (Ciba) umbenannt wurde, setzte auch eine Verdichtung der Wohnbebauung ein. Das Klybeck entwickelte sich zu einem typischen Arbeiterquartier.

Die chemische Industrie prägte nicht nur die soziale Bevölkerungsstruktur, sondern auch das städtebauliche Erscheinungsbild des südlichen Quartierteils. Für die Bebauungsstruktur des Klybeck ist das zwar stark voneinander getrennte und doch enge Nebeneinander von Industrie- und Wohnbauten charakteristisch. Grundlage für die Bebauung bildete ein gegen Ende des 19. Jahrhunderts festgelegtes Strassennetz, das unter Anpassung an die expandierenden Industriebetriebe weitgehend umgesetzt wurde.

Das Chemie-Areal ist in den rund 150 Jahren seit seiner Gründung stetig gewachsen und hat sich immer wieder stark verändert. Die Bauten wurden den jeweiligen Bedürfnissen angepasst, d.h. sukzessive umgebaut, vergrössert oder neu erstellt. Heute sind die Areale beidseits der Klybeckstrasse von Bauten unterschiedlicher Grösse aus verschiedenen Epochen geprägt. Entlang der Mauerstrasse hingegen hat die durchgehende Verwendung von rotem Sichtbackstein für ein einheitliches Erscheinungsbild gesorgt. In diesem Bereich stehen auch die ältesten erhaltenen Fabrikbauten des weitläufigen Areals.

1996 fusionierte die Ciba-Geigy, vormals Ciba, und die Sandoz zur Novartis. Der Chemiebereich wurde ausgegliedert und 2008 vom deutschen Chemieunternehmen BASF übernommen. Damit erwarb BASF auch Teile des Werkareals im Klybeck.

2019 verkaufte Novartis seine Arealteile an die Rhystadt, BASF seine an Swiss Life. Damit endet eine 150-jährige Geschichte als Industrieareal: Gemeinsam mit dem Kanton Basel-Stadt entwickeln Swiss Life und Rhystadt unter dem Dach klybeckplus einen neuen lebendigen Stadtteil.

Aktuelle Nutzung

In den Arealteilen wird bereits heute gearbeitet, unterrichtet und geforscht. Zurzeit sind es rund 2'500 Menschen, die die Gebäude nutzen – von Grossunternehmen über Start-ups bis hin zu Ateliers und Forschungsplätzen. Darüber hinaus gibt es Eventräume sowie Verpflegungs- und Freizeitangebote.

Für interessierte Unternehmen und Einzelpersonen bieten die Grundeigentümer*innen verschiedene Möglichkeiten der Nutzung:


Swiss Life öffnet mit dem Campus Klybeck einen Teil des Klybeck-Areals und macht diesen für Unternehmen und Gewerbe zugänglich. Auf dem Campus Klybeck sind Unternehmen, Projekte und Initiativen aus der Kreativbranche, der Forschung, der Gastronomie oder dem Sport ansässig – etwa der Schweizer Hauptsitz der BASF, das Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel (IOB), die Fair Fashion Factory und viele gewerbliche und kulturelle Zwischennutzungen. Mit der Sanierung weiterer Gebäude schafft Campus Klybeck mehr Raum für Akteurinnen und Akteure. Sie prägen die Weiterentwicklung des Campus mit, profitieren voneinander und wirken im gegenseitigen Austausch.

Campus Klybeck

 


Auf den Arealteilen der Rhystadt wird bereits heute vielfältig gearbeitet, produziert und geforscht. Neben Grossunternehmen wie Novartis und Wesemann wirken hier auch lokale Start-ups und Kreativschaffende. Zurzeit befinden sich ausserdem rund 1’000 Lernende der KV Schule Basel auf dem Areal.

Mit dieser Mischung aus Bildung, Forschung, Produktion und kreativem Schaffen zeigt sich das ehemalige Industrieareal bereits jetzt als lebendiger Ort, an dem unterschiedliche Menschen zusammenkommen und die weitere Entwicklung mitprägen.

Rhystadt

 

So wächst das neue Klybeck-Quartier

Wie aus einer Vision Schritt für Schritt ein lebendiges Stadtquartier entsteht.

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